December, 2010

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Rote Khmer (Khmer Rouge) / Pol Pot (Saloth Sar)

Friday, December 17th, 2010

© (Text) Frank P. Schneidewind

 


©  Ami Vogel

 



Geboren als “Saloth Sar“, am 19.Mai 1925 in der kleinen, cambodianischen Stadt Prek Sbauv, gehörte der, besser unter seinem später adaptierten Namen “Pol Pot” bekannte Massenmörder, zu den privilegiertesten Kindern seines Landes. Sohn eines recht betuchten Landbesitzers mit exzellenten Verbindungen zum Königspalast und den regierenden französischen Kolonialherren. Seine Schwester und weitere Cousinen, waren sogar im königlichen Ballett engagiert. Er besuchte als junger Mensch mehrere französische Schulen und erlangte somit sehr umfangreiche Sprachkenntnisse. Er war aber auch ein extrem fauler Schüler und erreichte nicht einmal die Zulassung zur Abschlussprüfung (Abitur)!

Trotzdem erhielt er im Alter von 24 Jahren (1949) wohl wegen seiner väterlichen Kontakte und seiner eigenen Sprachkenntnisse, ein Stipendium für die Sorbonne Universität in Paris (Frankreich) und zog dorthin um.

1952 trat er der kommunistischen Partei Frankreichs bei. 1953 wurde sein Stipendium widerrufen, denn sein Studium war völlig fruchtlos – er war gänzlich ohne jeden Ehrgeiz oder dem Willen etwas zu erlernen, so attestierten es ihm seine damaligen Dozenten und Ausbilder. Pol Pot kehrte also total erfolglos nach Cambodia zurück und wurde nun Mitglied der frisch aufkeimenden kommunistischen Partei dort im Lande.

In der Folgezeit arbeitete Pol Pot als Privatlehrer in Phnom Penh und führte ein echtes Doppelleben. Tagsüber war er der nette Pauker an der Privatschule, des Abends und auch Nachts war er die treibende Kraft in der zwar noch jungen, aber hochaktiven kommunistischen Untergrundbewegung Cambodias. 1954 streifte Cambodia erfolgreich die Fesseln der Kolonialzeit ab und rief die Unabhängigkeit aus.

Neun Jahre später (1963) wurde er der unumstrittene Führer der Kommunisten in Cambodia, musste aber fliehen und richtete sich in einem vietnamesischen Kommunistencamp an der Grenze zu Vietnam mit einigen Getreuen Gefolgsleuten ein. Die vietnamesischen Gönner ließen ihm nicht viel Spielraum und seine karge Existenz unter deren Schutz und Aufsicht, sagte ihm nun gar nicht zu. 2 Jahre hielt er es dort aber aus und brütete an seinen “Verbesserungen” der kommunistischen Ideologie.

In 1965 bestellten ihn seine kommunistischen Schutzherren nach Hanoi (Nordvietnam). Er lief den gesamten Ho-Chi-Minh-Pfad entlang nach Norden und erreichte nach zweimonatigem Fußmarsch die nordvietnamesische Hauptstadt. Der damalige Generalsekretär “Le Duan” der dort herrschenden Kommunisten, befand sich im Krieg mit dem nichtkommunistischen südlichen Landesteil und auch den Amerikanern, welche Südvietnam unterstützten. Le Duan forderte Pol Pot auf, seine eigenen Pläne zu streichen und sich weiterhin dem Befehlsjoch seines Sekretariats im Kampf gegen den Klassenfeind zu unterwerfen. Gleichzeitig verlangte er von Pol Pot, den bewaffneten Kampf vorzubereiten, damit dieser ihm zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Krieg helfen konnte, eine neue Kampffront im Norden und Westen Südvietnams zu eröffnen.

Pol Pot war sehr enttäuscht von den Nordvietnamesen, hatte sich aber nichts anmerken lassen. Kurz später verließ er Nordvietnam in Richtung China und traf sich  mit Regierungsvertretern der dort ebenfalls regierenden Kommunisten. Die so genannte “Kulturrevolution” an diesem Ort, als auch die Grundideologien der Machthaber, sagten Pol Pot so sehr zu, dass er zu diesem Zeitpunkt offensichtlich damit begann seine Loyalität in deren Richtung zu verschieben.

Im Großen und Ganzen darf man sagen, dass der 1.China-Besuch von Pol Pot der große Wendepunkt seiner “politischen Karriere” war.

Seine wirklich große Chance aber kam aber erst im Jahre 1970, als damals der Herrscher von Cambodia, ein gewisser Prinz Norodom Sihanouk, bedingt durch einen blutigen Staatsstreich die Regierungsgewalt an den Militaristen “Lon Nol” verlor.


General Lon Nol
© Source: www.khmerwitica.com

“Lon Nol” war ein sehr pro-amerikanischer Antikommunist und erlaubte in der Folge sogar den südvietnamesischen und amerikanischen Streitkräften den ungehinderten Grenzübertritt nach Cambodia, um den über cambodianisches Territorium angreifenden Kommunisten entgegenzutreten und auch um den nach Attentaten und Anschlägen fliehenden Feinden hinterher zusetzen. Es ist kein Geheimnis, dass sowohl der CIA als auch eine amerikanische Wirtschaftslobby dem Lon Nol bei seinem Coup zum Erfolg verhalfen. Zu dieser Zeit war den Amerikanern fast jedes Mittel recht, um die weitere Ausbreitung des Kommunismus einzudämmen.


Norodom Sihanouk

Source: wikipedia.org 

Prinz Norodom Sihanouk wird übrigens auch die erstmalige Benutzung der Vokabel “Khmer Rouge” in dieser Zeitphase zugerechnet.

In der Folge alliierten sich zunächst die nordvietnamesischen Kommunisten mit denen um Pol Pot. Waffen wurden in größerer Stückzahl geliefert, Landminen und Munition, Artillerie und Sprengstoff in Hülle und Fülle. Die waffentechnische Ausbildung erfolgte ebenfalls direkt durch die Vietcong . Größere Vietcong & Vietminh-Einheiten operierten im Grenzgebiet , und im Besonderen auch tief im Innern des westlichen, cambodianischen Territoriums.

Als die Vietcong sich in 1972 bis hinter eigene Linien zurückzogen, fühlte Pol Pot sich wiederum betrogen – aber seine Khmer Rouge Soldaten, hatten sich mittlerweile zu einer schlagkräftigen und überaus brutalen Guerillatruppe gemausert.

Ein blutiger Krieg mit den regierungstreuen Truppen von Cambodia, überzog dann kurz später das gesamte Land und endete erst im April 1975 mit der Besetzung der Hauptstadt Phnom Penh durch die Khmer Rouge. Fast zeitgleich zogen übrigens die nordvietnamesischen Armeen in Saigon, der damaligen Hauptstadt Südvietnams ein.

Die fast 2 Millionen Einwohner von Phnom Penh, waren zunächst etwas erfreut und hofften, dass die schwer bewaffneten jungen Kämpfer der Khmer Rouge den jahrelangen Kriegswirren nun ein Ende setzen würden – denn schließlich waren es ja diesmal die eigenen Landsleute.

Die Einwohner hatten ihre Rechnung aber ohne Pol Pot`s seltsam verwirrte Vorstellungen einer idealen kommunistischen Struktur gemacht! Binnen weniger Tage zwangen die Khmer Rouge die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt in Fußmärschen zu landwirtschaftlichen Konzentrationslagern. Phnom Penh wurde zwangsevakuiert.

Fast das Gleiche passierte in allen anderen größeren Städten von Cambodia. Als Nächstes verboten sie Zeitungen, Bücher, Schulen, Universitäten und schafften Bargeld ab. Privateigentum jeglicher Art wurde als unrechtmäßig erklärt, und die Ausübung religiöser Zeremonien und buddhistischer Messen wurde unter drakonische und irreale Strafen gestellt.

Als: “Democratic Kampuchea” oder “Demokratisches Kambodscha”, deklarierte er nun das total zerstörte Land, welches er regierte. Das war sein damaliges Banner:


Source: Wikipedia.org

Schon eine Brille auf der Nase oder ein Buch in der Hand, waren damals ein ausreichender Grund für Cambodias Bürger, in ein Konzentrations- und Folterlager gesperrt zu werden. Von diesen KZ und Foltercamps gibt es noch heute Dutzende im ganzen Land zu besichtigen. Das berühmteste davon ist wohl das KZ namens “S 21” in Phnom Penh, welches heutzutage zu einem Museum der schrecklichen Zeit umfunktioniert wurde. Kaum ein Inhaftierter hat je diese Lager überlebt.

Jeder Fünfte Einwohner von Cambodia, zusammen etwa 1,5 Millionen Menschen fielen den Khmer Rouge zum Opfer. Im Jahrhundert der vielen Revolutionen war die Revolution der Khmer Rouge vom Verhältnis der Opfer zur Einwohnerzahl eines Landes die wohl mörderischste Revolution der Weltgeschichte gewesen!

Pol Pot glaubte fest an seine selbst gesteckten Ideale, und seine Revolution bezog ihre Energie aus dem kürzlichen militärischen Sieg über die reguläre Armee Cambodias und vor allem auch der “genetischen Überlegenheit aller Khmers”. Seine rotchinesischen Genossen bestärkten ihn auch in seiner Ansicht, der Revolution einen größeren Sprung nach vorne verschafft zu haben. Pol Pot gelang es in dieser Phase, tausende Jugendlicher und Heranwachsender für seine Ziele zu begeistern – und diese zogen unter Absingen kommunistischer Parolen gleich kaderweise brandschatzend und mordend durchs Land. Eine völlige Straffreiheit war ihnen garantiert. Sie zerstörten zahllose Tempel, Bibliotheken, Schulen und Kulturstätten nachhaltig und auf das Gründlichste.

Die gesamte Wirtschaft des Landes war faktisch nicht mehr existent und Pol Pots kühne Pläne – aus Cambodia ein fruchtbares und blühendes Land zu machen, scheiterten allein schon an der nicht mehr vorhandenen Infrastruktur.

Seine Methoden waren dabei oft sehr naiv, unpassend, brutal und utopisch. Ein z.B. in 1976 hastig hingekritzelter 4-Jahresplan (nach erzkommunistischem Vorbild) besagte, dass die landwirtschaftliche Produktionsmenge des Landes binnen eines Jahres verdreifacht werden muss! Völlig ohne landwirtschaftliches Gerät, Bewässerung, Dünger oder ausreichende Mengen an Saatgut.

Aber diese Pläne beinhalteten noch weitere folgenschwere Fehler, denn er zollte der geographischen und klimatischen Situation in Cambodia überhaupt keinen Respekt. Säen kann man nur zum Anfang der Regenzeit in diesem Land, das nur eine trocken-heiße und eine feucht-heiße Saison kennt. Und mit umfangreichen Minenfeldern überall im Gelände verteilt, motivierte man weder Bauern, noch Vieh zur Landarbeit.

Beim Versuch, die irre hoch angesetzten Quoten für z.B. Reisernten dennoch zu erwirtschaften, wurde von den Khmer Rouge kurzerhand einfach die Menge des Anteils für den Eigenverzehr drastisch reduziert. Zehntausende von Landarbeitern starben in dieser Zeit an Unterernährung und Überarbeitung. Dem Hungertod stand nur der Tod durch Erschießen oder Erschlagen als Alternative gegenüber.

In 1977 begab sich Pol Pot zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Peking. Die Chinesen hatten in dieser Phase etliche bewaffnete Grenzscharmützel mit den Vietnamesen an ihrer Grenze und somit erheblichste Probleme mit ihren ideologischen Gesinnungsgenossen dort.

China versprach Pol Pot militärische Hilfe und Unterstützung bei Aggressionen gegen Vietnam, sowie auch moralische Unterstützung in den politischen Gremien der Welt für seine radikalen Pläne.

Gegen Ende des Jahres 1977 gab es ständig wiederaufflackernde Kampfhandlungen an der Grenze zu Vietnam und die Vietminh als auch die Vietcong lieferten sich erbitterte Feuergefechte und blutige Grenzscharmützel mit den Khmer Rouge. Die Kommunisten in China freuten sich darüber und lieferten fleißig weitere Waffen, Munition und auch Landminen im Überfluss.

Ein erneuter und groß angelegter Angriffskrieg, diesmal initiiert von den Vietnamesen – überschwemmte im Jahre 1978 das geplagte Land. Pol Pot sagte damals nur lapidar: “Wenn jeder Khmer Rouge 30 Vietnamesen tötet, dann sei der Krieg leicht zu gewinnen!”

Pol Pot bat seine chinesischen Gesinnungsgenossen nun direkt um Truppenunterstützung, aber diese Hilfe wurde ihm verwehrt. Weil sie lediglich als Guerillas in entsprechenden Taktiken ausgebildet waren, wurden die Khmer Rouge Kampfverbände von den kriegsgewohnten Vietnamesen förmlich überrannt und massakriert.

Am Weihnachtstag 1978 überrollte in einer Art asiatischem Blitzkrieg eine zweite Woge von weit über 100.000 gut ausgerüsteten, vietnamesischen Soldaten das Nachbarland und alles Wesentliche fiel binnen Tagen in ihre Hände. Pol Pot blieb nichts weiter übrig, als zu fliehen. Die vietnamesische Rote Armee besetzte Phnom Penh am 7. Januar 1979, aber die Stadt war komplett von allen Einwohnern ein weiteres Mal evakuiert worden.

Die vietnamesischen Besatzer setzten 1979 eine Marionettenregierung in Szene, die vorwiegend aus fahnenflüchtigen Verrätern (aus der Sicht der Cambodianer) bestand. Von diesen Herren sitzen heute noch etliche an der Macht!

Neben einigen Reisen nach Bangkok und Peking, verbrachte Pol Pot die nächsten 18 Jahre in den unzugänglichen Dschungeln im nördlichen Cambodia, in der Gegend von Anlong Veng. Treue Gefolgsleute und die Reste seiner Guerilla-Armee beschützten ihn nach Süden. Die starke Thai-Army sorgte in seinem unmittelbaren Norden für eine relative Sicherheit.

Bis weit in die 90er Jahre hinein gab er dort Lehrgänge für junge Anhänger der Khmer Rouge, die in zahllosen Guerilla-Attacken, vorwiegend im nördlichen Cambodia, immer wieder durch Mord und Totschlag von sich reden machten. Erste Touristen wurden entführt und getötet, immer wieder floss das Blut Unschuldiger.


Ieng Sary

used under Creative Commons Attribution 2.0 Generic
Author: ECCC Pool/Mak Remissa

 

Im Jahre 1996 kündigte ihm dann sein engster Freund, Gefolgsmann, Schwager und Außenminister, Ieng Sary die Freundschaft und wechselte zum erklärten Klassenfeind und Kriegsgegner, den vietnamesischen Besatzern über. Tausende der verbliebenen Khmer Rouge folgten diesem Beispiel.

Der legendäre, einbeinige General Ta Mok (genannt: “Der Schlächter”), Kommandeur aller verbliebenen Khmer Rouge, verhaftete Pol Pot, nachdem dieser einige von Ta Moks Offizieren aus fadenscheinigen Gründen brutalst hinrichten ließ. 

Kurz vor seiner eigenen Verhaftung, machte Pol Pot noch mal Schlagzeilen – denn er ordnete die Hinrichtung seines engen Freundes und langjährigem Kampfgefährten Son Sen nebst dessen gesamter Familie, Kinder und Enkel an. Die Hinrichtung erfolgte übrigens mittels LKW, der über die Köpfe der gefesselten Opfer hin und herfahren musste.

Am 15. April 1998 lauschte er, in der Gefangenschaft sitzend, dem Radiosender “Voice of America” (oder übersetzt: “DIE STIMME AMERIKAS”), der ihm unmissverständlich mitteilte, dass Ta Mok ihn den Amerikanern ausliefern möchte, um ihn vor ein Kriegsverbrechergericht zu bringen.

Pol Pot erwähnte seiner Frau am Morgen noch gegenüber, dass er sich nun recht schwach fühlen würde. Er legte sich hin und war gegen 10 Uhr bereits tot.

Der Report besagt Herzschwäche, aber auch ein Selbstmord ist nicht auszuschließen. Sein Tod hat, genau wie sein Leben – viele Fragen unbeantwortet gelassen.

Sein Leichnam wurde vor Ort verbrannt.

Ta Mok wurde kurze Zeit später inhaftiert, aber zwei der weiteren führenden Khmer Rouge, Nuon Chea und Khieu Samphan lebten lange völlig unbehelligt in Pailin, der rechtsfrei wirkenden Zone im direkten Grenzgebiet zu Thailand. Ob jemals das UN-Tribunal urteilt, ist fraglich. Mittlerweile ist der Prozess gegen die vergreisten Überbleibsel des Killerregimes zwar im Gange, doch wahrscheinlich werden sie an Altersschwäche sterben bevor dieser Prozess beendet ist.


Ta Mok

Ein paar allerletzte, den Khmer Rouge Restverbänden noch zuzurechnende Kampfhandlungen gab es nordwestlich von Siem Reap im Februar des Jahres 2000, und in der Nähe der Ortschaft Stung Treng an der laotischen Grenze in 2001. Kidnappings von Touristen mit Hinrichtungen der Geiseln, gab es noch zu Hauf in den 90er Jahren.

Nun herrscht ein relativer Frieden im Land. Ich habe es schon oft bereist und es gefällt mir sehr. Die Menschen dort sind extrem freundlich und aufgeschlossen. Narben des 30 jährigen Bürgerkrieges gibt es überall zu sehen und sehr viele Kriegsversehrte. Die Beseitigung der Landminen, denen noch heute in jedem Jahr Hunderte von Menschen zum Opfer fallen, wird noch einige Jahrzehnte dauern.

Der Schauprozess ist irgendwie im Gange, aber der wird den 2 Millionen hingerichteten oder verhungerten Bürgern des Landes nicht mehr helfen können. Er soll aber wahrscheinlich irgend welche Gewissen beruhigen.


Videos von Peter Scholl Latour:

Peter Scholl Latour : Soldaten der Apokalypse 1/4

Peter Scholl Latour : Soldaten der Apokalypse 2/4

Peter Scholl Latour : Soldaten der Apokalypse 3/4

Peter Scholl Latour : Soldaten der Apokalypse 4/4

© Text by Frank P. Schneidewind / Bilder Wikipedia / 1. Video Amy Vogel / 2.. Video Phoenix – Peter Scholl Latour

Exploring Backroads in Cambodia with gruesome Discoveries

Thursday, December 16th, 2010

© Frank P. Schneidewind

Attention, dear readers!

The following report is not suitable for minors,
viewers discretion is advised

It contains some pictures, which viewers may find disturbing.
Please switch to any other of our reports without scrolling down, if you like animals, such as dogs.

The last road trip in mid December of 2010, was not without surprises. We were zooming around in Battambang province and scouted for some new sources of things we needed. The area bordering Thailand and Pailin province, was ours to explore once again. An older Toyota Camry was hired to take us around in this thinly populated area. Once a Khmer Rouge hideout, real civilization advances have not yet found their way here and things are like in the old days minus the gunfights, landmines, ambushes and kidnappings. This area has been longing for a lasting peace for a very long time. Khmer Rouge guerilleros are a thing of the past now and developments begin slowly. Nearly 30% of the villages here, are said to have electricity now. Presently the roads and bridges do see a lot of re-modeling and re-surfacing. Not all villages have access to clean drinking water, but nobody needs to starve anymore. The fields are green and agriculture is booming everywhere, where the earth allows for it. Corn and sugarcane plus rice accounts for most, of what grows here.

The border area here is one of the most densely mined areas on the planet, it is much better now than just 5 years ago. Guns and artillery are silent now and the folks here can return to their normal life. Occasional villages dot the countryside, while most traffic on the dirt roads between communities is taking place on mopeds. Cargo loads are still often transported by pushcarts or oxcarts. Two border crossings into Thailand have opened up, not too long ago. The northern one is at Baan Laem and leads to Battambang, where the southern crossing is for traffic from Baan Pakkad to Pailin at Phsar Prom. We choose to enter Cambodia via the northern border post, as Battambang was our primary objective at first.

To find suitable transport for us, was a task more difficult, than anticipated. But we succeeded at last and hired us a set of wheels with two drivers. One drove within Battambang province and the other one took over at one of the police roadblocks closer to Pailin, he claimed to originate from there. We planned to cover the distance between Battambang and Pailin off the beaten path, but one no longer needs an off-road bike to do that (remember my ruby-shopping trip a while back with Stefan?). Cambodians, by the way, use the left side of the road, a version that I grew up with and was also used to from Northamerica. The car originated from the Bay Area in California, as some old service stickers on the windshield told us. Who knows how this one made it here, clear on the other side of the world. I personally wouldn’t wonder, if somebody in Oakland or Berkeley missed this jalopy a decade or two ago.;)

 

This one had at least some plates, which allowed him to leave the police district. I very well remember those days, when vehicles of all sorts hardly had license plates. On mopeds, their Thai origin was always visible by some residue of the octagonal and round road tax sticker, the Thai government plasters on your ride. Stolen somewhere, smuggled here and off they went without papers, plates or anything. The rare cars back then had their steering wheel on either side, but this all seems to be a thing of the past now. A bureaucracy of sorts, has blossomed here in the boonies. The citizens today here proudly display their IDs, licenses and other documents with a plentitude of colorful stamps on them. It signals to them probably some return into normality. No longer you encounter roadblocks by dudes with AK 47s, demanding a road toll or passage fee, even the few bridges were free now.

The Battambang roads were in a decent shape. But they gradually deteriorated, as we came closer to this province’s border with neighboring Pailin.

If bridges existed, they were one-lane only. They appeared fairly old and were often enough missing completely. Japanese, Korean and German road constructing equipment was seen operating in a variety of places along the way.

Once we reached the northern part of Pailin province, all road making efforts ceded and our dust trail grew longer from the loose dirt of the road surface. Cars and trucks do keep a long distance in between them, to avoid the dust trails from vehicles ahead.

The houses were simply made along the way, wooden structures on concrete pillars, denote a possible flooding zone. Indeed, some dry riverbed nearby, may look totally different during the monsoon season.

In some larger village en route, I requested a pit stop. We had to relieve ourselves due to the bumpy road condition, the drivers posed for me in front of our vehicle here:

What looked like a regular roadside restaurant, was indeed one with the typical plastic furniture and several umbrellas to draw attention. We were allowed upon request to use their toilet facility out back.

The restaurant here had their own in-house butcher shop behind the seating area. Chopping noises attracted my interest, when my bladder business was done. A row of crude tables were covered each with some plastic fabric, in the heat of the day, some stringent strange smell was barely noticeable. They were preparing for a day of business out front and preparing their meats here. The only thing that gave me a slight shock was the fact, that they were slaughtering dogs here!

Dog meat is nothing unusual in Asia. The poorer regions of Laos, Vietnam and Thailand and Cambodia are well known to serve dog meat. With Chinese and Korean folks topping even that, by eating any 4-legged protein, including cats, monkeys and rats.

I consider myself a dog friend and felt awkward. But for these poor folks here, their choices of any protein source is fairly limited. Pig and cattle farming hasn’t caught up here yet and I have witnessed dishes in Cambodia, made out of snakes, scorpions or even huge spiders. Communism gave them mass murderers, kid soldiers, killing fields and concentration camps – but no food, infrastructure improvements or civilization advances. Only land mines, that will maim innocent citizens and kids for another hundred years.

Nothing gives me the right to vent my anger or ridicule these villagers. They survived 30 hard years of war, followed by civil unrest. It probably took odd measures to come this far for them. Not 30 years ago, their people died in large numbers due to malnutrition, if not by landmines (this is the most densely mined area in Southeast Asia) or at the hand of a Khmer Rouge (the freak communists, that killed two million of the population of seven million here). Walking back to the waiting car, there was another dog still alive on the road. I hesitated a moment and had to resist picking him up and take him somewhere safe. He appeared friendly, but may be the subject of tomorrow’s menu here at this restaurant.

The road widened up and a few more villages were passed. The last leg of the journey was ahead now.

Under a blue December sky at temperatures exceeding 30° degrees (+86° Fahrenheit), the final 10 or 15 Kilometers were done on a single lane dirt track.

We arrived at our destination for the following 3 days in Pailin at the Psar Prom, where we were scheduled to meet with some more friends.