Speedboot

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Grill- und Schnorcheltrip im Koh Chang Archipel

Sunday, October 16th, 2011

© 2011 Frank P. Schneidewind

 

Die Inselgruppe von Koh Chang ist unser neues zu Hause. Die Gesamtzahl der Inseln und Inselchen beträgt zwischen  52 und 54, je nachdem auf welche Publikation sich Ihre Recherche bezieht. Michael Weber, der Eigner des Top Resorts, lebt dort seit über 20 Jahren und kennt fast jeden Stein auf der Nettwetterinsel. Der frühe Oktober liegt eigentlich noch in der Regenzeit, aber die Chance auf einen Sonnenbrand ist oftmals größer, als die Chance nass geregnet zu werden.

Unsere Gruppe plante, für einen Tag eine unbewohnte Insel zu kapern, selbst an diesem wolkenverhangenen Tag. Das kleine Eiland von Koh Yuak war unser gewähltes Ziel für einen erlebnisreichen Schnorchelausflug mit Grill-, Picnic-, und Partyaspekten. Wir mieteten zunächst dieses Speedboat am Kai Bae Strand:

Alle Getränke, Decken und sowohl Lebensmittel als auch der Grill mussten mitgenommen werden. Doch mit so vielen athletischen Freunden war die Bestückung ein Kinderspiel. Die blaue Eistruhe enthielt das Bier, die Coca-Cola und den Sekt für die mitreisenden Ladies.

Mit dem ganzen Team und allem Gezähe an Bord, waren wir schnell auf dem Weg zu „unserer“ Insel Koh Yuak. Der orangefarbige Kühlbehälter enthielt die Bratwürste und auch das Grillfleisch, um nachher eine hungrige Schnorchelcrew zu füttern.




Michael und seine jüngste Tochter Alisa erfreuten sich bei 27° C am Fahrtwind, während uns das schnelle Boot in Windeseile über die ruhige See an unser Ziel katapultierte. Die Fahrtzeit betrug lediglich zehn oder fünfzehn Minuten.

Bei der ruhigen See war die Fahrt auch wirklich angenehm. Immerhin waren wir über 20 Personen mit Kindern jeden Alters, ja selbst ganze Familien und auch Gäste des Top Resorts waren mit von der Partie.

Beim Näherkommen konnten wir schon den kleinen Strand ausmachen, welcher unser Endziel war. Die ganze Insel ist sonst von Felsen gesäumt und vielleicht 100 m weit und 40 m breit, übrigens komplett mit dichtestem Regenwald besetzt.

Vom Boot zu klettern war ein Kinderspiel, weil der pfiffige Kapitän clever durch die Riffe manövrierte und dem Heck voran fast andockte. Ein beherzter Schritt oder kleiner Sprung brachte uns auf den von Korallenstücken bedeckten Feinsandstrand.

Der Naturstrand sah auf den allerersten Blick nicht sauber aus, den die Bäume hier hatten einige trockene Blätter abgeworfen. Unheimlich viele Einsiedlerkrebse mit Ihren mobilen Unterschlüpfen lebten hier. Wir brachten noch ein paar Abfalltüten am Waldrand als Sammelbehälter an, denn außer Fußabdrücken im Sand wollten wir hier gar nichts hinterlassen.

Dann kamen die ersten von vielen Schnorchelrunden. Masken, Flossen und Schnorchel hatte die Bootscrew mitgebracht und Schwimmwesten gab es auch für die Nichtschwimmer und Kinder. Manche umrundeten gleich die ganze Insel!

Jeder hatte eine Menge Spaß, den in solch klarem und warmen Wasser, macht das Baden und Schnorcheln wirklich Freude. Ein Supererlebnistag für Jeden in der paradiesischen Natur und ein unvergesslicher Tag für die Glückspilze, welche zum ersten Male auf einer Robinsoninsel Abenteurer spielen konnten.


Die jüngsten Teilnehmer beobachteten den Fischreichtum vom Ufer aus, man konnte deren Verlangen spüren, mit den vielen Fischen herumzutoben. Doch das dauert wohl noch ein bis zwei Jährchen bei den Kleinen. Die Frauen der Gruppe wechselten sich beim Babysitten ab, so konnte jede reihum an dem Schnorchelspaß teilhaben.

Die Fische hier sind gar nicht scheu. Offensichtlich ist der nur gelegentliche Kontakt mit Menschen hier für Begegnungen mit den Meereslebewesen förderlich. Unsere Teenagermädchen fühlten sich wie mitten in einem Aquarium

Frühere Besucher hier, hatten Korallenfragmente an Schnüren in den Bäumen als Windspiel aufgehangen.

Immer wenn jemand hungrig war, dann gab es eine Auswahl an Snacks zum Naschen. Ein großer Holzkohlengrill wurde befeuert, um leckere Bratwürste und marinierte Geflügelteile sowie Grillfleisch artgerecht zubereiten zu können.

Der dichte Regenwald wirkte undurchdringlich, bot dank überhängender Äste aber schattige Plätzchen für empfindliche Haut. Selbst bei wolkigem Himmel, sind die UV Strahlen hier noch sehr kräftig und werden schnell unterschätzt.

Jörg und Claudia hatten diesem Urlaub wirklich alles abgerungen, es war ihr finaler Tag im Paradies. Ihre sonnenverwöhnte Haut sagt viel mehr über die Nettwetterinsel in der Regenzeit aus, als irgend welche Werbesprüche aus Reiseprospekten das könnten. Wir freuten uns mit dem Paar über deren rundum gelungenen Urlaub.

Die Wirtsleute und der Sohn des bekannten Bangkoker Gourmettempels Old German Beerhouse in der Sukhumvit Soi 11, waren zu einem Kurzbesuch angereist, um dem Stress, Verkehr und Geruch der Millionenmetropole zu entgehen. Leider mussten sie wegen der sich anbahnenden Flutkatastrophe dort bereits früher als geplant schon am übernächsten Tag auf den Heimweg machen.

Bratwurst gehört zum Pflichtprogramm eines zünftigen deutschen Grillausfluges, selbst hier in der tropischen Inselwelt. Das Foodland Koh Chang in White Sand Beach hatte wieder einmal mehr bewiesen, dass Deutsche auf der Nettwetterinsel Koh Chang auf fast nichts verzichten müssen. Selbst frische Backwaren und Brot konnten wir dort einkaufen, herrlich!

Außer Bratwurst ist natürlich auch Deutsches Bier ein absolutes Muss und unverzichtbarer Bestandteil einer gelungenen Picnic Party. Neben eisgekühltem Warsteiner und original bajuwarischen Bieren, wie Erdinger Weißbier, Paulaner und Weihenstephaner, stimmten bei uns auf dem „Oktoberfest“ sogar die Luft- und Wassertemperaturen. 28° Celsius zeigten beide Messungen an!

Manchmal brach die Sonne mit voller Kraft durch, aber wir hatten meist Glück mit der Schatten spendenden Bewölkung. Gelegentliche Regenschauer waren warm und sind beileibe nicht mit den kalten Güssen der Heimat zu vergleichen.

Total cool sind übrigens die Mini-Neoprenschuhe meines Jüngsten, denn die bewahrten seine Füßchen vor den manchmal scharfkantigen Korallenfragmenten am Strand.

Die Gewässer rund um die Inselgruppe von Koh Chang sind fast unvergleichlich hinsichtlich ihrer Sauberkeit und der Sichtweiten unter Wasser im Golf von Siam. Die Farbe ist ein schönes türkis und man sieht schon ohne Taucherbrille jeden kleinen Korallenfisch und jede Muschel.

Jörg war begeistert von dem Artenreichtum und der Vielfalt der Lebewesen unter Wasser, auch Krebse und kleine Krabben gab es zu bestaunen.

Mit Deutschem Brot angefüttert, balgten sich die exotischen Korallenfische um eine unerwartet leckere Mahlzeit:

Manchmal war die fütternde Person vor lauter kleinen Fischen fast gar nicht mehr zu sehen!

Die Bootsjungen fischten unterdessen weiter draußen mit Harpunen und verzeichneten ansehnliche Erfolge bei Ihrer Jagd, dieser Meeresbewohner hatte Pech und wollte sich unter dem Boot verstecken, aber bei seinem Vorhaben entdeckt.

Neben künftigen, weiteren Erlebnisberichten von der Nettwetterinsel und interessanten Reisezielen in Thailand vom SIAMPEDIA Team hier, können Koh Chang Fans auch gerne unseren neuen Gratisservice auf Facebook in Anspruch nehmen.

Der „Koh Chang Ticker“ bringt mehrfach täglich Meldungen zum Wetter mit Fotodokumentationen, dazu herrlichste Sonnenuntergänge und noch mehr Wissenswertes über die Nettwetterinsel.