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Landminen, das ungewollte Erbe der Kriege

Thursday, November 25th, 2010


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Ein verbittert geführter, 30-jähriger Bürgerkrieg in Cambodia, der erst wirklich kurz vor der Jahrtausendwende als beendet galt, hinterließ der Bevölkerung des Landes ein grausames Erbe. Mit dem Waffenstillstand verloren die verlegten Minen im Lande weder an ihrer potentiellen Tödlichkeit, noch kümmerten sich die kriegsführenden Parteien um deren Beseitigung. Millionen verbuddelter, heimtückischer Minen zerfetzten Menschen, Kinder und Nutzvieh auch Jahre nach dem vermeintlichen Frieden noch Tag für Tag. Das Killpotenzial dieser niederträchtigen Mordwerkzeuge bleibt für eine sehr lange Zeit erhalten, noch heute werden in Cambodia fast täglich unschuldige Menschen schwer verletzt oder getötet.

Am schlimmsten davon betroffen, waren die Grenzbereiche zu Thailand. Hier verschanzten sich bis zum bitteren Ende die kommunistischen Killerhorden der “Khmer Rouge”. Khmer Rouge, so nannte die Weltpresse die Roten Khmer. Khmer Rouge, das waren oft minderjährige Kindersoldaten und weitestgehend völlig ungebildete, aber militante Maoisten. Angeführt wurden sie von einer kleinen Schar, oftmals privilegierter Weltverbesserer. Diese hatten als Berufssohn schon beim Auslandsstudium kläglich versagt (Pol Pot) oder waren der kommunistischen Ideologie in gewissen pervertierten Formen verfallen. Eine Invasion Cambodias durch die kriegserprobten Vietnamarmeen der Kommunisten gegen Ende der 70er Jahre, brachte dem durch das eigene Regime (1975-1978) massakrierten Volk, weitere Jahre voller Krieg, Hunger und Elend. Weitere Minen wurden planlos verwendet und das gesamte Land galt als extrem gefährlich. Nach und nach starteten Hilfsorganisationen westlicher Länder mit der systematischen Räumung von Minen, Sprengfallen, Blindgängern und Granaten. Zunächst in den Städten und Dörfern selbst, dann aber auch auf den Wegen und Pfaden. Weiden, Freiflächen und der Dschungel genossen dabei geringere Prioritäten. Zu den stark verminten Gebieten gehörte auch Angkor Wat, der wichtigste Tempel des angkorianischen Imperiums und auch vorrangiges Ziel von den ersten Touristen im Land.



Minefield-marker (Minenfeldbegrenzer) übersäten die Landschaft vielerorts. Damit waren rot lackierte Holzstecken gemeint, mit denen die Minenräumer ihre Planquadrate und unsichere Zonen kennzeichneten. Hier das untenstehende Foto zeigt meinen österreichischen Freund Stefan und mich, anläßlich dem Aufenthalt in einem Camp von Minenräumern auf einer Cambodiareise. Stefan ist daheim Berufspilot und Flugausbilder, doch hier genoß er einen Crashkurs in Kurzform als Minenräumer von mir.

Schwer vermint waren auch alle Grenzbereiche zu Thailand im Nordwesten und Westen Cambodias. Die Grenzen sind in diesen Bereichen nicht sehr klar definiert und diese Tatsache, sowie jährliche Fluten zur Monsunzeit bescherten den thailändischen Nachbarn ungewollt auch zahlreiche Landminen. Eine hochaktive Räumung dieser Regionen gilt noch nicht als abgehakt. Noch sind Spezialistenteams mit der Entschärfung und Vernichtung aller gelegten und verspülten Sprengfallen beschäftigt. Thailand wird in Kürze als minenfrei gelten. Cambodia braucht dafür nach geschätzten Angaben noch rund einhundert Jahre!

Das Foto hier zeigt eine der gefürchtetsten Minen, ihre fast metallfreie Bauweise und heimtückische Beschaffenheit kostete schon vielen Menschen ein Bein oder das Leben. Es ist eine APM (Anti Personnel Mine), wie sie zu Abertausenden gelegt wurden. Planlos und ohne Dokumentation verminten die einen Kommunisten (Khmer Rouge) gegen die anderen Kommunisten (vietnamesische Besatzer) weiträumig das Land. Kein Acker war mehr sicher für das Vieh und die Schulwege der kleinen Kinder waren ebenfalls in manchen Fällen vermint. 5,5 kg ist der mittlere Auslösedruck dieses Typs von APM. Als Hanoi dann den Khmer den ehemaligen Khmer Rouge Kämpfer Hun Sen  als nun kadertreuen Regierungschef auf’s Auge drückte. Hanoi wird auch das Strippenziehen nachgesagt, als Hun Sen in einem blutigen Staatstreich 1997 dem Prinzen Rannariddh (vom Volke gewählter Staatschef) die Macht in Cambodia entriss und sich selbst wieder als Staatsoberhaupt installierte. Den Prinzen jagte er aus dem Land. Das ist eben die kommunistische Betrachtungsweise von Volksentscheiden.

Heutzutage haben im etwa 15% aller Khmer ein Minenopfer in ihrer eigenen Familie zu beklagen. Überall begegnet der Besucher amputierten Bettlern, denn für Minenopfer fühlten sich die kriegsführenden Parteien nicht verantwortlich. Hier zeigt mein ältester Sohn Franky eine, nach dem Entschärfen zu Schulungszwecken wieder zusammenmontierte APM aus chinesisch/vietnamesischer Fertigung (SIAMPEDIA Archivfoto):

Minen und Sprengkörperfunde eines 4-Mann Suchteams  von nur einem Tag:

Bitte nicht vom korrodierten Äußeren täuschen lassen! Der Inhalt an Sprengmitteln ist oft sehr wohl in der Lage das zu verrichten, wofür diese Artilleriegranaten aus der ehemaligen Sowjetunion einmal konzipiert waren – zu töten und zu zerstören!



Hier wird eine modernere, direktionale Mine gezeigt. Diese ist aus amerikanischer Fertigung, ist aber hier im Lande nicht anzutreffen. Diese nennt man “Claymore Mines” und es sind so genannte “command triggered” Minen. Dass heißt, diese werden nicht von den Opfern ausgelöst (wie beispielsweise die Tretminen). Claymores fanden um militärische Stützpunkte und Feldlager Verwendung, um eigene Streitkräfte in unsicheren Gegenden gegen Feuerüberfälle des Feindes zu schützen. Die Mine explodiert per Fernzündung (elektrisch oder manuell) und streut die 700 einzelnen Projektile in einem vorbestimmten Winkel. Dabei erreichen die aus weichem Stahl gefertigten Claymore-Projektile durch die Bauweise der Mine Geschwindigkeiten um 1200 m/sec und der feindgerichtete Winkel der tödlichen Fragmente ist rund 2 Meter hoch und gefächert. Es ist die Weiterentwicklung von den Erfindungen deutscher Waffenforscher des 2. Weltkrieges, fand aber erstmalig im Vietnamkonflikt Verwendung. Die militärische Bezeichnung ist übrigens M18A1.

Eine Platte aus dem berüchtigten C4 Sprengstoff sorgt für die Brisanz dieser strategischen Sprengsätze. Claymores wurden bis in die Mittte der 70er Jahre von den Amerikanischen Streitkräften verwendet, um z.B. Ausguckpositionen, wertvolles Gerät oder Treibstofflager und Unterkünfte vor Überfällen zu schützen. Die charakteristischen Scherenfüße erlaubten eine Fixierung überall im Gelände, sie konnten bei Standortverlegungen problemlos wieder mitgenommen werden. Die kommunistischen Einheiten konnten keine Stückzahlen davon erbeuten, doch ähnliche Kopien aus der UdSSR fanden ihren Weg nach Nordvietnam (und sorgten für viele Opfer bei den Attacken der Rotchinesen auf nordvietnamesische Befestigungen).

So sehen von Claymore Minen die Innenräume aus, sehr gut zu erkennen, sind hier auch die doppelt vorhandenen Zündhülsen:

Direktionale Minen haben effektive Reichweiten bis zu 100 Metern, der Streukegel hat bei ca. 50 m Distanz zum Gegner noch eine sehr zerstörerische Wirkung.

Viel mehr latente Gefahr aber,  droht von den Landminen dieser Charakteristik (Kunststoff, Keramik) in Cambodia, sie amputieren Beine gleich bis zum Knie und verletzen Umherstehende in ringförmigem Radius:

 

Für Minensucher nur schwer und aus direkter Nähe überhaupt auffindbar, sind diese schlafenden Killer seit den Kriegswirren immer noch vorhanden. Nur sehr penibel  und auch langsam vorgehende Räumeinheiten, haben überhaupt eine Chance, diese Sprengfallen ausfindig zu machen.

Den kommunistischen Kriegstreibern aller asiatischen Fraktionen, war das Minenlegen ein Mittel zum Zweck. Beim Verscharren der Sprengfallen wurden auch weder Aufzeichnungen noch Lagepläne angefertigt. Nicht selten liefen eigene Kämpfer in die Minenfallen und starben darin oder wurden zum Krüppel. Vermint wurden sogar buddhistische Tempel, Schulwege und Passagen durch Bäche und Flüsse. Das traf natürlich vorwiegend unschuldige Zivilisten. Es erübrigt sich fast zu sagen oder auch nur zu erwähnen, dass Minensucher aus dem kommunistischen Lager erheblich seltener sind, als Schneeflocken in der Sahara!

© 2010 by Frank P. Schneidewind


Im Anhang eine Karte der Cambodian Mine Victims Assistance Assiciation, die Unfälle mit Minen und UXO von 2005 bis 2007 aufzeigt, man beachte die Dichte in Battambang und Pailin, sowie entlang der restlichen Thaigrenze. Keine Gegend war frei von Minenunfällen, auch viele Jahre nach dem Rauswurf der vietnamesischen Besatzer:

Khmertrip – Stage 5: Sihanoukville

Tuesday, December 1st, 2009

© Frank P. Schneidewind

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The arrival at the Parade Plaza bus station is characterized by countless touts and commission hunters, now clad in old Thai motorcycle taxi outfits, but still with their trademark hats and caps. Avoid these at any cost! We continued in the bus although this is their scheduled final stop. We stay on until the G.S.T. Garage on Ekkareach Road, much to the dismay of the touts.

On Ekkareach road is also our proposed hotel or better Guesthouse, Alex from Italy runs a Pizzeria here with a few guestrooms, across from “Holy cow”, a neat bar down Ekkareach.

Aircon accommodation for us two and a vintage moped for each one of us for 10 $ total daily cost, we quickly agreed with Alex. He also picked us up from the Garage with his minivan.

Sihanoukville, the seaport city with Cambodia’s oldest blacktop road to Phnom Penh and the only worthy container freight-terminal also boosts a large market. Stefan needed to have his BDU pants attended to and the market has a craft-section with tailors, sewing machines and all sorts of goodies. The heat and bad air in here was horrific, rats zoomed around and everything looked a bit sorry.

The air to breathe here was hot, heavy and humid. Ventilation at this old market was surely it’s biggest weakness before some arsonist burnt the whole market down shortly after our visit to Sihanoukville, killing many rats but also a few dealers here and their offsprings..:(

On partly rotten plywood in between heaps of other trash, my brave comrade stripped quick much to the enjoyment of the females here and had his pants altered. The Krama (headscarf) served him as a cover for those few minutes. He eagerly scanned the floor to avoid any rat climbing up on his naked legs. The large rats were really an annoyance here! Bigger than the cats, they were.

The following days we didn’t do much except beach biking, we must have covered every square meter of beach drivable between here and the Ream Navy base, we had much fun just doing that. Too bad, that my contacts there were currently on an assignment in Rattanakiri (East-Cambodia). Stefan would sure have liked to experience some re-breather diving (with German made Dräger outfits!), like I did with them a while ago to play with the manatee population there.


The Occaheuteal and Otres beaches provided the most fun, here we found a few fruit stands and refreshment stops on the otherwise vacated beaches. We swam a great deal too, the little surf was perfect and the water ultra clean!

Occasional creeks crossing our path were no real obstacle for us, we covered large distances.

On one of these trips, we met a group of de-miners in the morning, but that part of the story was made into a separate part of SIAMPEDIA, so I will just mention it here.

The Coffee served at Alex’s at breakfast in the mornings, was one of the most tasty coffees we both ever had. A dripping device was placed over a glass and the freshest coffee dripped in there. Condensed milk and sugar complemented it for those who liked (me!). Coffee is one thing I always like to be blond!


The lovely daughter of Alex and his charming Cambodian wife entertained us, and we gladly exchanged chewing gum or candy for more of her some wonderful smiles.

Alex sold his business and moved with his entire family within a short time frame after our stay there. Rumor has it, that he offers his tasty cusine and boarding now in Siem Reap, if anyone has information about his whereabouts there, or an email address, the author would be very happy to rekindle contact with Alex!

Please inform me, if you run into Alex from Northern Italy. He speaks English, German, Italian and Khmer.

Happy Herb’s Pizza was diagonally across the road, their clientele enjoy magic mushrooms on their dish or amounts of marihuana per slice, that would trigger a medium sized gang-war in Los Angeles. Here in liberal Cambodia, you may have that also delivered to your hammock on the beach or home. All it would take, is a simple cellphone call. This is how such a pizza looks:

The nightlife in Sihanoukville was a bit depressed these days. Only a handful of guests played snooker or gut drunk cheap. Drinks started at 50 cents for a large draft beer, but I don’t do beers (very uncommon for a genuine German Kraut).

The ladies to entertain willing guests were snoring away in the early evening, totally ignoring potential customers. Enjoying their “freedom” to grab some sleep during the opening hours in this establishment called “freedom”.